TERROIR & REISEN
Champagner-Trauben, Terroir und die Anreise von Paris
Die drei Trauben hinter fast jeder Flasche, die Hügel, die ihren Charakter prägen, und wie schnell – und mühelos – Sie sie vom Zentrum von Paris aus erreichen.
Champagner-Reisen auf GetYourGuide ansehen ↗Drei Trauben, unendliche Kombinationen
Fast der gesamte Champagner wird aus nur drei Rebsorten gewonnen: Chardonnay, eine weiße Traube, die für ihre Eleganz und Säure geschätzt wird; Pinot Noir, eine schwarze Traube, die Struktur und Körper verleiht, auch wenn ihr Saft schnell von den Beerenhäuten abgepresst wird, um den Wein blass zu halten; und Meunier, oft auch Pinot Meunier genannt, eine robustere schwarze Traube, die für ihre Fruchtigkeit und Verlässlichkeit in kühleren, frostgefährdeten Lagen geschätzt wird. Eine Handvoll älterer Sorten – Pinot Blanc, Pinot Gris, Arbane und Petit Meslier – sind weiterhin gesetzlich erlaubt und werden gelegentlich verwendet, machen aber nur einen winzigen Anteil der Anpflanzungen aus. Fast jeder Champagner, den Sie verkosten werden – vom größten Haus bis zum kleinsten Winzer – ist eine Cuvée oder ein sortenreiner Ausdruck der drei Haupttrauben.
Champagnes drei Haupttrauben
| Traube | Farbe | Üblicherweise trägt es dazu bei |
|---|---|---|
| Chardonnay | Weiß | Feinheit, Säure, Reifepotenzial |
| Spätburgunder | Schwarz | Struktur, Körper, Tiefe |
| Meunier | Schwarz | Fruchtigkeit, Verlässlichkeit an kühleren Standorten |
Die Montagne de Reims: Struktur und Pinot Noir
Südlich von Reims erstreckt sich die Montagne de Reims, ein bewaldetes Plateau, umgeben von Weinbergen. Ihre kühleren, oft nach Norden ausgerichteten Hänge sind besonders für Pinot Noir bekannt, der hier hervorragend gedeiht und vielen Cuvées Struktur und Tiefe verleiht. Mehrere Dörfer dieser Gegend tragen den Status Grand Cru – die höchste Stufe der Champagner-Klassifikation – ein Zeugnis für über Generationen hinweg konstant geschätzte Trauben. Weinbergbesuche in diesem Teil der Region konzentrieren sich auf Struktur und Assemblage – darauf, wie ein Schuss Pinot Noir von der Montagne de Reims einen Wein verankern kann, der vor allem aus leichteren, feineren Komponenten aus anderen Teilen der Champagne aufgebaut ist.
Die Côte des Blancs: Das Herzland des Chardonnay
Südöstlich von Épernay ist die Côte des Blancs die Hochburg der Region für Chardonnay – ihre kreidigen Hänge beherbergen Grand-Cru-Dörfer wie Cramant, Avize und Le Mesnil-sur-Oger, die auf den Etiketten der besten Blanc de Blancs regelmäßig genannt werden. Die Kreide liegt hier ungewöhnlich nah an der Oberfläche, und viele Winzer und Häuser argumentieren, dass genau dieser direkte Kontakt dem Chardonnay der Côte des Blancs seine besondere mineralische Note und Präzision verleiht. Es ist eine ruhigere, fokussiertere Landschaft als die Montagne de Reims – Weinreben ziehen sich talwärts, mit weniger großen Häusern und mehr kleinen Winzern, die oft seit Generationen in Familienbesitz befindliche Parzellen bewirtschaften.
Blanc de blancs, Blanc de noirs und Rosé
Die meisten Champagner sind eine Cuvée aus allen drei Rebsorten, doch einige der interessantesten Flaschen sind es nicht: Ein Blanc de Blancs wird vollständig aus Chardonnay gekeltert und ist typischerweise leichter und stärker von Zitrusnoten geprägt; ein Blanc de Noirs entsteht ausschließlich aus schwarzen Trauben – Pinot Noir, Meunier oder beiden – und wird behutsam gepresst, damit er trotz der dunklen Beerenhaut blass bleibt, wobei er meist gehaltvoller und vollmundiger ausfällt. Rosé-Champagner wiederum erhält seine Farbe in der Regel durch die Zugabe einer kleinen Menge stillen Rotweins – eine für die Region charakteristische Methode – oder, seltener, durch einen kurzen Maischekontakt. Alle drei nebeneinander zu verkosten ist einer der anschaulichsten Wege, um zu spüren, was Rebsorten und Technik tatsächlich bewirken.
Anreise: etwa 45 Minuten mit dem Zug
Reims liegt bemerkenswert nah am Zentrum von Paris – der TGV-Hochgeschwindigkeitszug vom Gare de l'Est erreicht Reims in rund 45 Minuten, was die Stadt zu einer der am schnellsten erreichbaren Weinregionen in ganz Frankreich macht. Épernay liegt etwas weiter und ist weniger direkt an das TGV-Netz angebunden, weshalb viele Individualreisende in Reims übernachten und von dort mit dem Taxi oder dem Regionalbus weiterfahren. Mit dem Zug kommt man zwar problemlos in die Städte, doch Kellereibesuche und Verkostungen bei bestimmten Häusern müssen in der Regel weit im Voraus gebucht werden und lassen sich ohne Ortskenntnis nur schwer koordinieren – genau das ist der Hauptgrund, warum die meisten Besucher an einer geführten Tagesreise teilnehmen, die Zugverbindungen, Transfers und Hausbesichtigungen als Komplettpaket übernimmt.